Die Welpenerziehung ist beim Hund besonders wichtig. Denn hier lernt Ihr Hund grundlegende Voraussetzungen für ein enstspanntes Zusammenleben mit Ihnen. Werden hier Fehler begangen, entstehen für Sie Probleme, die später nicht mehr so leicht zu beheben sind. Mithilfe dieser Liste können Sie die 4 häufigsten Fehler vermeiden.

Fehler 1: Zu lange mit der Erziehung warten

Viele Hundebesitzer glauben, dass sie einen richtigen Zeitpunkt abwarten müssen bei der Erziehung von Welpen. Dabei sollten sie lieber sofort loslegen. Wenn Ihnen Ihr Welpe im Alter von 8-12 Wochen vom Hundezüchter übergeben wurde, dann ist er schon alt genug für Erziehung. Die Kleinen sind sogar sehr lernfähig und lernen besonders schnell. Deshalb ist es wichtig von Anfang an klare Regeln aufzustellen und konsequent zu sein.

Fehler 2: Verhätscheln des Welpen

Verhätscheln Sie Ihren Welpen anfangs, indem Sie nicht konsequent sind und Kleinigkeiten durchgehen lassen, kann das später zu größeren Problemen führen. Am Anfang finden es viele Hundebesitzer oft noch lustig, wenn der Welpe mal an einem Schuh kaut oder auf die Couch springt. Sobald der Hund größer ist, hört sich der Spaß aber auf. Denn der Schaden wird dabei auch immer größer.

Dem Hund solche Gewohnheiten abzugewöhnen ist weitaus schwieriger, als es von Anfang an richtig zu machen und konsequent zu sein. Ich weiß, dass es bei Welpen besonders schwer ist, konsequent Regeln durchzuziehen. Aber gerade hier ist es wichtig, denn: Hunde sollten schon im jungen Alter lernen, wo Ihr Platz in der Hierarchie ist und wie sie sich richtig eingliedern.

Sie dürfen den Hund in der Erziehung nicht „vermenschlichen“. Der Hund ist kein Mensch: Indem Sie dem Hund einen klaren Platz in der Hierarchie mit bestimmten Regeln geben, tun Sie ihm etwas Gutes und nicht etwas Schlechtes. Schließlich war der Hund ursprünglich ein Rudeltier und ist es gewöhnt sich an einem dominanten Rudelführer (in dem Fall der Hundebesitzer) zu orientieren.

Andernfalls steht der Hund unter Stress, weil er nicht weiß, was von ihm erwartet wird. Oder er nimmt an, er ist der Rudelführer – das merken Sie daran, wenn Ihr Hund auf keinen Ihrer Befehle hört (außer es passt ihm gerade).

Hinweis: In Familien ist es oft sehr schwierig Regeln konsequent einzuhalten. Während Sie mit dem Hund streng sind, ist es der Rest der Familie nicht. Versuchen Sie gemeinsam zumindest ein paar Grundregeln festzulegen, an die sich wirklich jeder hält.

Fehler 3: Zu lange spazieren

Weil Welpen anfangs noch nicht stubenrein sind, machen viele Hundebesitzer den Fehler, lange mit den Kleinen spazieren zu gehen. Das Ziel: Der Kleine soll auf jeden Fall im Freien sein „Geschäft“ erledigen. Bei Welpen sind die Knochen und Gelenke aber noch nicht so belastbar und dürfen daher nicht zu stark beansprucht werden. Er geht also plötzlich nicht mehr brav mit, weil er zu erschöpft ist und nicht, weil er Ihnen nicht gehorcht. Es ist daher viel besser, wenn Sie öfters kurz ins Freie gehen, anstatt ausgedehnte Runden zu drehen.

Hinweis: Haben Sie Probleme mit der Stubenreinheit Ihres Welpen? Dann interessiert Sie vielleicht dieser Beitrag: Wie bekomme ich meinen Hund stubenrein?

Fehler 4: Fressen vor dem Spielen oder sonstigen Aktivitäten

Welpen sollten vor dem Herumhüpfen und Spielen nichts fressen. Denn dann besteht die Gefahr einer Magendrehung. Das Organ dreht sich hierbei um die eigene Achse und wichtige Blutgefäße werden abgeschnürt. Das führt schnell zu einem Kollaps und ist lebensbedrohlich. Ohne Operation kann Ihr Welpe daran innerhalb weniger Stunden sterben. Diese Gefahr betrifft nicht nur Welpen, sondern  auch jeden erwachsenen Hund. Aber bei Welpen ist die Gefahr besonders hoch.

Fazit

Das Welpen-Stadium ist die wichtigste Zeit für die Hundeerziehung. Hier lernt Ihr Hund die Grundlagen für ein glückliches Zusammenleben mit Ihnen. Jetzt, da Sie die 4 häufigsten Fehlerquellen kennen, sind Sie als Hundemama oder -papa gut gewappnet.

Sollten wider erwarten dennoch einmal Probleme in der Welpen- oder Hunderziehung auftauchen, stehe ich Ihnen als Hundetrainer gerne zur Verfügung. Gemeinsam lässt sich jede Problemsituation lösen.

Für mich als professioneller Hundesitter und Hundetrainer ist das Thema Hundeerziehung von großer Bedeutung. Ich versuche stets, das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch zu verbessern. Daher hoffe ich, dass Ihnen dieser Beitrag bei dem Training Ihres Welpen weitergeholfen hat.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder habe ich etwas in meinem Beitrag vergessen? Dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf! Nutzen Sie dafür das Kommentarfeld, schreiben Sie mir eine E-Mail an kontakt@hundesitter-innsbruck.at oder rufen Sie mich direkt an unter +43 664 480 86 22.

Herzlichst,

Ihre Martina Kroh