Immer wieder hört man es in den Nachrichten: Giftköder-Alarm. Fremde haben es auf Ihren Hund abgesehen und wollen ihn mit Leckereien in den Tod locken. Die Fantasie der Hundehasser kennt hier keine Grenzen: Rasierklingen, Nägel, Scherben, Rattengift und weitere tödliche Inhalte werden in saftige Würstchen oder Fleisch „verpackt“.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Hundebesitzern wie Ihnen bei dieser Gefahr zu helfen. Daher habe ich auch diesen Beitrag verfasst. Darin erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund vor diesen Giftködern bestmöglich schützen:

Maßnahme 1: Trainieren Sie Ihrem Hund ab, etwas im Freien zu fressen

Am besten trainieren Sie Ihrem Hund an, nichts im Freien zu fressen. Beginnt Ihr Hund auch nur an etwas Fressbarem zu schnüffeln, sollte von Ihnen mit einem schroffen Ton sofort der Befehl zum Aus kommen. Dabei dürfen Sie an dem, was auch immer da am Boden liegt, kein Interesse zeigen. Wenn Sie sich nämlich dafür interessieren, wird es auch für Ihren Hund interessant.

Während des Trainings wird es immer wieder einmal passieren, dass trotzdem etwas aufschnappt wird. Solche Situationen sind auch wichtig, denn: Auch ein trainierter Hund frisst mal etwas im Freien. Es ist daher notwendig zu üben, dass Ihr Hund das Gefundene wieder auslässt. Sonst wird er Ihnen im Ernstfall auch nicht folgen.

Verwenden Sie dabei den gleichen schroffen Ton wie sonst. Hört der Hund einfach nicht, können Sie anfangs ein Tauschgeschäft anbieten: Ein Leckerli für das „Gefundene im Maul“. Von dieser Methode bin ich persönlich aber nicht so überzeugt (ein schroffer Ton sollte genügen) und sie sollte wirklich nur anfangs (bis der Hund besser gehorcht) angewandt werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass Ihr Hund anfängt, aktiv nach Dingen zu suchen, die er Ihnen für ein Leckerli bringen kann.

Maßnahme 2: Wenn der Hund nicht folgt, hilft nur der Maulkorb

Folgt Ihnen Ihr Hund nicht, sollten Sie ihm einen Maulkorb anlegen. Vor allem dann, wenn gerade eine Giftköder-Warnung vorliegt und/oder Sie Ihren vierbeinigen Freund nicht an der Leine (und somit unter Kontrolle) haben.

Dabei ist es wichtig, dass Sie einen Maulkorb verwenden, der nicht nur ein Gitter hat, sondern auch eine zusätzliche Abdeckung an der Schnauze des Hundes. Andernfalls kann der Hund das Gitter auf den Boden drücken und dann trotzdem alles auf dem Boden fressen.

Maßnahme 3: Giftköder-Alarm beobachten

Damit Sie immer wissen, ob in Ihrer Nähe derzeit Giftköder gemeldet wurden, empfehle ich Ihnen den Giftköder-Radar zu beobachten. Dabei handelt es sich um eine Website, die Hundebesitzer in Österreich, Deutschland und der Schweiz tagtäglich neu informiert, wo Tierquäler aktuell ihr Unwesen treiben.

Sie sollten sich zum Wohl Ihres Hundes auf der Website registrieren und in regelmäßigen Abständen Ihre Spazier-Routen überprüfen: https://www.giftkoeder-radar.com/

Fazit

Giftköder sind in den meisten Fällen tödlich für Hunde. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihren Hund unter Kontrolle haben. Besonders dann, wenn akute Gefahr herrscht. Mit diesen Tipps wissen Sie, wie Sie Ihren Hund schützen können.

Will Ihnen Ihr Hund einfach nicht richtig gehorchen und Sie wollen keinen Maulkorb anlegen? Dann stehe ich Ihnen als Hundetrainer gerne zur Verfügung. Gemeinsam können wir für Sie und Ihren Hund ein Training erarbeiten, sodass Sie nicht mehr bei jedem „Fundstück“ zittern müssen, ob das jetzt ein Giftköder war oder nicht.

Für mich als professioneller Hundesitter und Hundetrainer ist das Wohlergehen von Hunden von großer Bedeutung. Ich versuche stets, das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch zu verbessern. Daher hoffe ich, dass Ihnen dieser Beitrag hilft, Ihren Hund vor Giftködern zu schützen.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder habe ich etwas in meinem Beitrag vergessen? Dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf! Nutzen Sie dafür das Kommentarfeld, schreiben Sie mir eine E-Mail an kontakt@hundesitter-innsbruck.at oder rufen Sie mich direkt an unter +43 664 480 86 22.

Herzlichst,

Ihre Martina Kroh

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