Hunde können krank werden wie wir Menschen. Nur können sie uns nicht sagen, dass sie Schmerzen leiden. Es ist daher wichtig, die Symptome der wichtigsten Krankheiten zu erkennen. Damit Sie Ihrem Hund im Krankheitsfall schnellstmöglich helfen können, habe ich diese Liste mit den 5 häufigsten Hundekrankheiten erstellt.

1. Zecken, Zecken, Zecken

Zecken können mehr Schaden anrichten, als man diesen kleinen Parasiten zutraut. Ich habe es leider selber erlebt: unser geliebter Familienhund „Bazi“ hatte durch Zecken Ehrlichiose („Zeckenfieber“) bekommen. Die Gefahr wird oft unterschätzt – dabei sind Hunde genauso anfällig für von Zecken übertragene Krankheiten wie wir Menschen.

So gehen Sie vor: Untersuchen Sie Ihren Hund insbesondere nach jedem Spaziergang im hohen Gras oder im Wald auf Zecken und beugen Sie mit Tropfen, Tabletten oder Halsbändern gegen diese Tierchen vor. Holen Sie sich die Arzneien bitte immer aus der Apotheke oder beim Tierarzt und greifen Sie bitte nicht zu Hausmitteln.

Als Hundetrainerin bin ich schon oft darauf angesprochen worden, was es für tolle Alternativen zu den „giftigen“ Mitteln aus der Apotheke gibt. Ich kann Ihnen nur sagen, dass Sie mit Bernsteinketten, Kokos-Öl, Teebaumöl oder sonstigen Mitteln grob fahrlässig mit der Gesundheit Ihres Hundes spielen. Denn diese Alternativen bringen leider nichts. Auch sind die Mittel aus der Apotheke bzw. vom Tierarzt nicht giftig – die richtige Dosis macht es aus.

2. Durchfall

Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr Hund einmal Durchfall hat, müssen Sie sich noch keine Sorgen machen. Wenn er gleich wieder weg ist, hat er vielleicht draußen etwas Falsches oder von Ihrem Essen erwischt.

So gehen Sie vor: Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hund im Freien nichts aufnimmt und geben Sie ihm bitte keine Nahrungsmittel vom Esstisch. Wird es nicht besser und der Hund wirkt verändert, steckt eine andere Ursache dahinter und Sie sollten unbedingt Ihren Tierarzt konsultieren.

Hinweis: Wollen Sie wissen, wie Sie Ihrem Hund das Fressen von herumliegender Nahrung im Freien abgewöhnen? Dann lesen Sie diesen Beitrag zum Giftköder-Alarm.

3. Allergien

Suchen Sie einen Tierarzt auf und geben Sie Ihrem Hund weiterhin nichts mehr von Ihrem Essen. Das ist oft der Hauptverursacher. Können Sie das Essen ausschließen, kann man sich auf die Suche nach sonstigen Ursachen im Hundefutter oder in Ihrer Wohnung machen.

4. Fieber:

Auch Hunde können Fieber bekommen. Die Normaltemperatur bei Hunden liegt zwischen 38 und 39 Grad (hängt von der Größe Ihres Hundes ab!). Liegt diese darüber, hat Ihr Hund Fieber. Sie müssen aber nicht jedes Mal die Temperatur von Ihrem Hund messen. Fieber erkennt man bei Hunden auch an den Symptomen.

Treffen die folgenden Symptome auf Ihren Hund zu, hat er wahrscheinlich Fieber:

  • müde und schlapp
  • will nicht mehr spielen oder lange spazieren gehen
  • hechelt stark, trinkt mehr als sonst
  • sehr trockener und fester Kot

So gehen Sie vor:

Fieber ist auch bei Hunden eine Begleiterscheinung. Der Grund dafür ist zumeist etwas Schlimmeres. Um die Ursache festzustellen, braucht es unbedingt einen Tierarzt. Greifen Sie daher bitte auf keinen Fall zu irgendwelchen Hausmitteln, wenn Ihr Hund Fieber hat.

5. Milben und Flöhe:

Auch wenn sie noch so klein sind, Sie bemerken es relativ schnell, wenn Ihr Hund Milben oder Flöhe hat. Denn plötzlich beginnt dieser sich überall am Körper zu kratzen und zu beißen.

So gehen Sie vor: Auch hier greifen Sie bitte nicht zu Hausmitteln, da sie nicht wirken. Lassen Sie sich vom Tierarzt etwas empfehlen und die Sache hat sich bald erledigt.

Fazit

Am wichtigsten ist es, Krankheiten beim Hund frühzeitig zu erkennen. Denn Ihr Hund kann Ihnen nicht sagen, dass er krank ist. Mithilfe dieser Liste erkennen Sie die Symptome der 5 häufigsten Hundekrankheiten. Bleiben Sie wachsam, dann können Sie mit den richtigen Medikamenten schnell gegen diese Hundekrankheiten vorgehen. Suchen Sie aber im Ernstfall immer Ihren Tierarzt auf und verlassen Sie sich nicht auf irgendwelche Hausmittel.

Für mich als professioneller Hundesitter und Hundetrainer ist das Thema Hundeerziehung von großer Bedeutung. Ich versuche stets, das Zusammenleben zwischen Hund und Mensch zu verbessern. Daher hoffe ich, dass Ihnen dieser Beitrag bei Ihrem Hundetraining weitergeholfen hat.

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Herzlichst,

Ihre Martina Kroh